Mein Sommer 2015 - Teil(2)

 

Das ist eine Sache, die ich nun nicht so ganz verstehe. Bitte, vielleicht schreibt ihr lieben Besucher mir mal in mein Gästebuch, was ihr davon haltet oder schreibt mir einfach eine E-Mail (Kontaktformular). Ich wüsste schon gern, ob außer meinen Freunden noch mehr Leute so denken und ob das gut ist oder falsch.

 

Mir geht es also ganz prima. Außerdem sind andere Tiere bei uns auch im Garten: die Vögel. Aber fressen darf ich die nicht. Da kommt Sascha und bettelt, dass ich es nicht mache. Frau Amsel verteidigt ihren Nachwuchs ganz heftig gegen mich. Ihr Schnabel ist sehr spitz und kann mir sehr wehtun. Aber das Gezeter von diesem Vogel geht mir auf den Geist. Ich mag nun nicht mehr mit ihr streiten. Soll sie mit ihren Jungen froh werden! Mein Garten ist groß und ich kann ihn gern auch mit Familie Amsel teilen.

Manchmal kommen auch andere Vögel, doch die scheinen bei mir nur auf der Durchreise zu sein. Außer der Amsel und den Eichhörnchen, die ganz hoch oben in den Baumwipfeln leben, wollen sich hier keine weiteren Tiere ansiedeln.

 

Sascha wartet schon lange auf Familie Igel. Die würde er sehr gern begrüßen wollen. Er sagt oft: „Wo der Igel im Garten wohnt, ist der Boden in Ordnung.“ Das scheint also bei uns noch nicht der Fall zu sein, denn auch die Igel-Familien sind bis jetzt immer nur auf der Durchreise. 


Was mit dem Boden hier ist, weiß ich nicht. Aber es muss etwas sein, das eine Rolle dafür spielt, was bei uns im Garten alles wächst oder lieber nicht gedeihen will.


Häufig ist die Rede davon, dass es hier „sehr sandig“ sei, weshalb in einem Teil unseres Gartens viele Gemüsearten und auch Sträucher Wachstumsprobleme bekommen. Die Schwarzen Johannisbeeren tragen immer noch nicht und sie stehen doch nun schon vier Jahre an einem Fleck. Sascha will sie im Herbst dieses Jahres nach vorn umsetzen. Obwohl sich diese Sträucher gut entwickeln, wird es im hinteren Gartenteil nichts mit ihnen, sagt er. Eine einzige Rispe mit fünf Johannisbeeren hängt an einem Strauch und morgen ist die bestimmt auch noch weg. Ich sehe da nämlich ganz viele Ameisen, die laufen alle Zweige der Sträucher flink auf und ab.


Nun ist gerade Wochenende vorbei und wärmer soll es werden. Endlich bin ich tagsüber wieder einige Stunden unterwegs in unserer Nachbarschaft. In diesem Jahr gibt es in Nachbars Weiher ganz viele Frösche. Die quaken unaufhörlich und springen hin und her auf etwas, das auf dem Wasser liegt und aussieht wie Blätter. Manchmal plumpst ein Frosch aber auch direkt ins Nasse. Das amüsiert mich. Ich versuche dann, auch ins Wasser zu steigen. Doch irgendwie ist mir die Sache unheimlich. Mit meinen Pfötchen plantsche ich ganz gerne, aber richtig ins Wasser hinein laufen bis dorthin, wo die Frösche springen, mag ich dann doch nicht. Ich laufe lieber nach Hause, sobald meine Zunge merkt, dass mein schönes, weiches Fell sich feucht anfühlt. Dieser Tage ist nämlich viel Wind und der pustet ziemlich kalt um die Ecken. Ich mag nicht frieren.


Nach meinen täglichen Ausflügen lässt sich drinnen im Haus gut ausruhen. In der letzten Zeit wechsle ich meine Plätze oft. Das muss mit den vielen Besuchern zusammenhängen. Es gibt viele Gründe für mich, meine Liegeplätze zu wechseln. Einen Tag möchte ich einfach nur Ruhe genießen. Ein anderes Mal verdrücke ich mich in das eine oder andere Zimmer, weil mir etwas nicht passt. Auch die Wärme spielt oft eine Rolle.

In unseren Räumen ist es nicht immer gleich warm. Es kommt ganz darauf an, wo die liebe Sonne gerade zum Fenster herein schaut. Kommt sie mittags ohne Anklopfen zu uns ins Büro (mein Freund Sascha nennt eines der Zimmer bei uns immer noch so), dann wird es zuerst dort sehr warm. Da läuft so ein Ding, das rennt im Kreis, aber nicht auf dem Boden wie ich mit meinen vier Pfoten, sondern das Ding rennt in der Luft. Ich verstehe das nicht. Aber ich merke stets, dass es im Büro bei uns plötzlich wieder kühler wird, sobald dieses Ding läuft und läuft. Da kommt richtig Wind auf - hui …!!!


Wollt ihr gern mal sehen, wie ich meine Mittagsruhe einhalte? Dann schaut euch meine neuesten Fotos an. Sascha kann nie ohne seine Kamera. Das ist auch so ein Ding, das mich nervt. Höre ich dieses Klicken oder sehe den Blitz, bin ich fort oder, wenn das nicht gleich geht, richtig wütend.


Ich wünsche euch sehr viel Freude beim Anschauen meiner Fotos. Vielleicht fällt euch dazu ein cooler Spruch für mich ein? Dann schreibt mir bitte. Ich freue mich gerne über Post.

Bis zum nächsten Mal. Meine Pfötchen winken euch fröhlich zu …

 

Euer Ypsilon