Mein Sommer 2015 - Teil(1)


Liebe Freunde,


nun ist unser HEIDETREFFEN schon längst vorüber. Ich bin immer noch angetan davon, dass viele Leute gern zu uns kommen. Das passiert immer wieder und meine beiden Freunde sind sehr gastfreundlich. Darum bin ich auch immer gleich dabei, die Menschen herzlich zu begrüßen, die zu uns kommen.


Zum Heidetreffen ist das so gewesen und hinterher bleibt es so. Sascha`s Freund Ahmed kennt mich inzwischen auch. Gelegentlich besucht er uns gern und bleibt ein paar Tage. Dann ist hier Stimmung und ein total verquerer Tagesablauf. Ahmed ist schon etwas alt und schläft zu anderen Zeiten, als ich es gewohnt bin. Aber das ist nicht schlimm, denn er ist auch lieb zu mir. Nachts besuche ich ihn manchmal an seinem Bett. Ahmed ist kein Schnarcher. Er schläft immer ganz ruhig. Das ist angenehm, denn das Schnarchen der Menschen ist für mich unheimlich. Als ob sie plötzlich versuchen, mich nachzuahmen mit ihren Geräuschen. Doch das können sie nicht wirklich, weil sie sich beim Schnarchen wie tot stellen. Ich dagegen schnurre ihnen immer aktiv entgegen, um zu zeigen, dass ich mich freue. Tote können sich nicht freuen - ganz egal, ob Tiere oder Menschen.


Jedenfalls ist jetzt eine sehr schöne Zeit für mich. Endlich SOMMER … In meinem Garten blüht alles, das ich gern mag: viele Rosen, der Rittersporn, erste Dahlien, eine Nachtkerze und ganz viele Ringelblumen. Auch die Stockrosen (Malven) setzen schon zur Blüte an und edle Disteln werden bei uns höher, breiter und stacheliger.

Mein liebe Freundin Steffi steigt alle zwei Tage in die Erdbeerbeete und pflückt an diesen Pflanzen herum. Leider zieht sie hinterher oft ein schiefes Gesicht. Wahrscheinlich gibt es dieses Jahr wenig rote Früchte. Doch abends loben meine zwei Freunde die paar Früchte sehr. Sie seien richtig süß, nur etwas klein. Sascha meint, das liegt am Wetter, weil der Boden sehr trocken ist, sogar nach viel Regen ist es gleich wieder ganz staubtrocken. Ich höre viele Pflanzen im Garten oft jammern: ES IST VIEL ZU HEISS ...


Am letzten Wochenende bin auch ich mehr drin geblieben. Die liebe Sonne schickt uns hier tageweise ganz viel Wärme. Da dampft mir das Fell. Sascha passt dann sehr gut auf, dass ich meine Pausen über Mittag einhalte. Das weiß ich nun und streite mit ihm nicht mehr an der Eingangstür. Er meint es doch nur gut mit mir. Ist die Hitze sehr groß, gehen auch meine beiden Freunde nicht mehr hinaus. Sie liegen oder sitzen dann herum und stöhnen über die Wärme … Tzzzz, was soll ich dazu sagen? Mein Fell ist doch viel dicker als das der Menschen.

Schon Anfang Juni zum Heidetreffen ist es ganz plötzlich sehr warm geworden. Die Leute sind trotzdem alle mit dem Leben davon gekommen und letztlich erinnern sie inzwischen gern jede Stunde von diesem Treffen. Im nächsten Jahr wird es wohl wieder eine solche Sache geben. Sascha ist schon dran und überlegt oft laut - wenn Steffi nicht gerade in seiner Nähe ist - wie und was er für nächstes Jahr planen möchte. Steffi scheint auch nicht abgeneigt zu sein und manchmal drehen sich die Gespräche der Beiden nun darum, ob ein nächstes Heidetreffen an einem schönen See in unserer Nähe stattfinden könnte. Prima, möchte ich sagen, doch: Was wird dann mit mir? Ich weiß nicht, ob auch ich dorthin mitfahren darf. Aber: Allein zu Hause bleiben? Das geht für mich gar nicht.


Manchmal wünsche ich mir einen Spielgefährten oder ein Mädel eben, Katze wie ich, das mit mir richtig spielt und herum tobt. Bei den BKH von Salzhausen gibt es inzwischen wieder Nachwuchs. Aber meine zwei Freunde machen derzeit den Eindruck, als sind sie nicht interessiert, sich die jungen Kätzchen dieses Jahr anzusehen. Ich glaube, das muss ich so verstehen:

Würden Sascha und Steffi hinfahren, Kätzchen angucken, könnte es vielleicht geschehen, dass anschließend ein neues Familienmitglied hier bei mir einzieht?

Meine Freunde scheinen aber nicht zu bemerken, dass mir dieser Gedanke sehr gefällt. Manchmal höre ich, wenn sie miteinander darüber reden. Sie sagen dann, es sei besser, sich um ein Tier wirklich gut zu kümmern, als noch andere Tiere ins Haus zu holen und dann unter Umständen nicht alle gleichermaßen gut versorgen zu können ...


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