Hallo, bitte entschuldigt, ...

 

... dass ich derzeit so selten Neuigkeiten von mir lesen lasse. Ganz ehrlich: Ich kümmerte mich seit dem Frühjahr nicht mehr um meine Freundschaften im Internet.

Ich musste erst einmal alle meine Gefühle ins Reine bringen, weil ich noch wachse. Sascha und Steffi hegen und pflegen mich, aber gegen meine aufkommende Pubertät sind sie eher hilflos. Einzig wußten sie gleich, mich kastrieren zu lassen...

Diese unangenehme Sache passierte mir am 02.04.2014. Richtig daran erinnern kann ich mich nicht. Nur bemerkte ich einige Tage, dass immer auf meinem Bauch geschaut wurde und der kriegte in dieser Zeit ganz viele Streicheleinheiten extra. Ich fror am Bauch, als sei dort gar kein Fell, dafür aber etliche harte Stacheln. Zum Glück ging aller Spuk wieder weg. Von da an fühlte ich mich richtig wohl und irgendwie gewachsen...

 

 

Meine beiden Freunde Sascha und Steffi sind manchmal sogar ängstlich drauf wegen mir. Nach wie vor ist mir das fast zu viel. Doch in einem Punkt gibt es dafür wirklich Grund, nämlich immer dann, wenn sie wegfahren, z.B. Zum Einkaufen oder zu Freunden. An solchen Tagen liege ich wahrhaft faul zuhause herum und warte, warte, warte ...

Doch vermutlich ist es ganz normal, dass die Menschen ihre Tiere gelegentlich im Stich lassen ... ? Naja, auch Katzenmamas gehen manchmal von ihren Babys weg und kommen trotzdem wieder. Ich kann ich mich also echt nicht beklagen, nur hin und wieder motzen, dass muss ich schon. Es entspricht durchaus meiner Natur...

Steffi sagt oft, ich sei vom Verhalten her ein "kleiner Bengel". Ich stelle mir vor, das sind Tiere, die keine guten Manieren kennen. Oder vielleicht ganz kleine Menschen die rülpsen, meckern und ausbüxen von zuhause??? So weit ist es mit mir auch schon gekommen...

Immerhin feierte ich vor kurzem - Anfang Juni, diesem tollen Frühlingsmonat – meinen ersten Geburtstag. Seit diesem Tage darf ich ohne Geschirr im Garten springen und toben! Ganz herrlich ist das! An den ersten Tagen aber oft nur kurz, viel zu kurz...

Sascha und Steffi standen beide ganz anders zu meinen ersten Unternehmungen. Sascha wollte mir zeigen, dass er mir vertraut. Steffi lief jedoch stets in flatterhafter Angst hinter mir her. So kam es, dass ich gleich meinen zweiten Freigang nutzte, um übers Nachbargrundstück bis zur großen Strasse zu laufen. Doch wurde ich sofort heim geholt (Steffi). Abends diskutierten meine zwei Freunde ernst miteinander. Ich hörte von meiner Wasserhyazinthenschale aus zu. Über diese Sache denke ich nun, dass die Beiden miteinander abmachten, wie sie künftig mit mir reden wollen, sobald ich durch den großen Garten laufe. Vorn ist nämlich auch eine Strasse, zwar kleiner und es brummt dort weniger als an der großen Strasse vor eines anderen Nachbarn Haus, aber gefährlich scheint es auf alle Fälle überall zu sein...

Nur im Garten bin ich sicher. Das lerne ich in diesen Tagen. Ich kenne nämlich noch keine Hinderungsgründe für alles, was ich tun möchte. Meine beiden Freunde scheinen mit mir zufrieden zu sein. Sie schimpfen sehr selten mit mir, d.h. kaum kann ich es so nennen. Die Stimme von Sascha wird gelegentlich mal lauter als normal. Dann weiß ich, etwas stimmt nicht und meistens fällt mir auch sofort ein, was ich zuvor gerade anstellte. Ich ergebe mich solchen Momenten und lasse Sascha`s Erklärungen über mich ergehen. Er meint es gut und bestraft mich nie. Ich kenne keine Schläge, keinen Futterentzug, keine Ausgangssperre usw. Was bei Sascha vor allem nervt ist, dass er mir ständig alles mit den gleichen Worten sagt. Außerdem lässt sich mit ihm nicht so gut spielen wie mit Steffi. Sascha ist schon etwas alt und nicht mehr sehr beweglich. Der verlegt sich oft aufs Streicheln und versucht, damit wieder gut zu machen bei mir...

Seine Steffi ist ganz anders. Mit der kann ich toben, springen, Bälle rollen, fangen und kampeln. Das macht mir riesig Spass. Doch seit Steffi jetzt nur noch nachts arbeiten geht, muss sie oft bei Tag schlafen. Das mag ich gar nicht. Es ist dann so ruhig in der Wohnung. Darum bin ich heilfroh, dass Sascha mich gern mit in den Garten nimmt. Schon zwei Wochen lang ruft er mich draußen am laufenden Band, sobald ich mich auch nur einmal schleichend entferne. Der merkt einfach alles! Aber ich merke auch, dass er ein echter Freund ist, der mich lieb hat, denn er passt immer gut auf, dass mir nichts passiert...

Trotzdem muss ich bei ihm von alleine zurück kommen und auch auf meinen Pfoten wieder ins Haus hinein gehen. Entweder ist er zu faul oder ich bin ihm schon zu schwer (3,8kg), jedenfalls ist Sascha nicht bereit, mich nach Hause zu tragen. Er fordert stets, dass ich von selbst zurück gehe...

Steffi kann ich schon mal vormachen, wie schwer mir das fällt. Sie ist eher bereit, mich hoch zu nehmen und zu tragen. Aber ich ahne, dass auch sie bald nachmacht, was Sascha vormacht...

 

Also beschließe ich in diesen Tagen, mich mit meinen beiden Freunden wirklich zu vertragen. Ich mache, was sie sagen...

 

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