Die Beiden gehen abends zusammen in Leipzig aus. In eine Kiste, glaube ich, die sich „Karabett“ nennt … oder „Kabarett“?? Ich weiß es nicht genau. Jedenfalls muss Sascha`s Freund diesmal dafür Geld ausgeben. So spielen sie schon seit 50 Jahren hin und her. Frank ist also ein ganz treuer Freund vom Sascha und darum auch für Steffi und für mich. Wir mögen unseren Freund. Zwar wird er jetzt schon alt und feiert sehr bald in diesem Jahr einen runden Geburtstag, aber er sieht noch ganz gut aus, ist lieb und sehr klug. Ich darf ihn immer „Onkel Frank“ nennen und er sagt zu mir „Cousinchen“. Was immer das ist, es muss eine gute Sache sein, denn alle freuen sich, wenn sie so quatschen. Nur der Dialekt ist oft ganz schlimm, wenn Onkel Frank bei uns zu Besuch ist. Er klingt immer wie mein Rascheltunnel, so bschi-bschi-bschi …


Steffi macht da fleißig mit und ich verstehe dann nicht mehr viel. Darum höre ich auch lieber auf Sascha. Bei dem weiß ich immer, wie er meint, was er sagt oder ruft. Er muss nicht mal laut sein. Ich kann spüren, macht Sascha sich Sorgen um mich oder möchte, dass ich ins Haus komme. Es ist mir wichtig, dass er dann auch meine Anwesenheit bemerkt. Darum „melde“ ich mich immer laut zurück. Meist sitzt Sascha an seinem Schreibtisch und komme ich angesprungen, dann strahlt er und lobt mich. Manchmal gibt es für mich Leckerli oder mein Hunger ist so groß, dass ich gleich bis in die Küche springe. Dort ist mein Teller nie leer. Aber ich mag nicht alles, was ich darauf vor finde. Doch Betteln hilft meist nicht. Ich muss schon nehmen, was ich kriege. Dafür darf ich aber auch mit frühstücken, wenn Steffi und Sascha sich zum „Fressen“ an ihren Tisch setzen. Es gibt bei uns einen Klotz, der sich hin und her schieben lässt. Er ist oben drauf samtig weich und so hoch ist wie die Plätze, auf denen Sascha und Steffi hocken. Dort darf ich dann drauf sitzen und bekomme auf meinen Teller immer etwas extra Feines. Ich liebe diese Gemeinsamkeiten mit meinen Freunden. Dann fühle ich stark, was Sascha oft sagt: „Wir sind eine Familie!“ Also gehöre ich dazu. Ich, das Ypsilon! Strahl***

 

Ohne mich scheint hier nichts zu gehen. Darum bleibe ich über Ostern auch nur ein paar Tage bei Mutti Möllhoff. Dann holen mich Steffi und Sascha wieder nach Hause, in meinen Garten, in dem hoffentlich bis dahin noch viel mehr Blumen blühen. Ich freue mich darauf und wünsche euch, die ihr mich hier im Internet besucht, auch:

 

Schöne Ostern, gutes Wetter und jede Menge bunte Eier, die der Osterhase bald in allen Gärten verstecken will.

 

Herzliche Grüße soll der Frühlingswind nun für mich in alle eure Richtungen pusten! Wer von euch solche bekommt, darf mich gern hier wieder besuchen und vielleicht auch mein feines Gästebuch(?)

 

Ich sammle nämlich auch leidenschaftlich gern liebe Grüße ein :-)

 

Ypsilon, 13.03.2015