Hallo liebe Freunde,


nun wird es Zeit, dass ich mich hier wieder melde. Vom Februar an geht es mir sehr gut. Steffi ist wieder zuhause und Sascha also froh und glücklich. Ich auch, denn abends spielt Steffi nun wieder mit mir „Fangen“ oder „Tunnelblick“, häufig sogar „Fische angeln“. Kennt ihr das? Der Leuchtfisch zappelt überall umher. Ich will ihn greifen. Aber sobald ich zum Sprung ansetze, zappelt sich das Vieh davon … So geht das und anschließend träume ich immer selig in meinem Körbchen.


Draußen sind Sonnentage. Ich kann wieder länger im Freien spielen. Manchmal übertreibe ich. Dann bin ich draußen, bis die Dämmerung kommt. Das mögen meine Freunde nicht so sehr. Neulich bin ich auf flinken Füßen einer anderen Katze in die Nachbarschaft hinterher gewetzt. Das regt Steffi immer besonders auf. Sie macht sich ganz viel Sorgen, dass ich vielleicht mal einem Kater folge, der mich küssen will. Was soll weiter passieren? Ich bin doch kastriert! Ein bisschen Spaß muss sein … Das singt manchmal einer im Radio. Für mich gilt es auch. Ich mag mich vergnügen, weil ich jetzt in meinen besten jungen Jahren stehe. Das ist ein ganz tolles Gefühl. Mein Freund Sascha schaut mir manchmal hinterher und ich höre ihn zu Steffi sagen: „Unser Ypsilon ist eine richtige kleine Dame auf vier Pfoten.“ Uiii, ist der aber eingebildet! Ich bin deswegen stolz auf mich. Woher wohl kommt, dass ich so viel beachtet werde? Bin ich anders als andere Katzen? Sehe ich aus wie diese oder nein? Mir fällt schon auf, dass mich alle sehr gern streicheln und meine Puschel an den Ohrspitzen berühren. Vielleicht bin ich eine Glück-Katze für die Menschen? Doch viele sagen, dass nur schwarz-weiße Katzen Glücksbringer sind. Von BKH blue points wie mir spricht keiner so. Dennoch muss etwas Besonderes an mir sein. Liege ich länger irgendwo in der Wohnung herum, kommt ganz sicher Sascha vorbei und beginnt, mir das Fell zu kraulen. Ich liebe das! Damit er mich recht lange krault, drehe ich mich auf alle meine Seiten: links, rechts, Bauch, Rücken. Ich versuche, seine großen Pfoten festzuhalten und ihm zu zeigen, dass ich mich gern kraulen lasse. Dann schüttelt Steffi oft den Kopf und sagt: „Mit mir macht Ypsilon das aber nicht.“ Steffi schmollt so schön! Ich weiß, wie das ist und verstehe sie gut. 


Gestern ist bei uns eine ganz heiße Sache passiert:


Ich mag unseren OPEL*, in den ich manchmal mit hinein darf. Na ja „dürfen“ ist wohl nicht der richtige Ausdruck. Ich spaziere hinein, wenn dort die Türen offen stehen und mache es mir bequem. Mal sitze ich unter etwas, das sieht aus, als könnte ich daran hoch hangeln. Es ist rund und steckt in dem OPEL fest. Wer unseren OPEL brummen lässt, braucht dieses Ding, damit es rollt.


* Ypsilon "fährt" nur OPEL, alle anderen Fahrzeuge sind "gefährliche Autos". Davor hält sich Ypsilon nach einigem "Training" inzwischen lieber zurück :-) 

Darunter ist wenig Platz, gerade wie in einem Karton. Darum sitze ich viel lieber weiter oben. Schaut mal, Sascha stellt heute wieder Bilder mit ein. Da könnt ihr sehen, wo ich am liebsten im OPEL sitze und sogar gern bleibe, wenn dieser brummt. Sascha dreht dann an dem großen Ding, das fest steckt und wir rollen über den Hof, immer vor und zurück. Das ist ganz prima! Ich muss nichts machen, brauche nicht laufen und bin immer bei Sascha, was er auch tut. Schade nur: In den Garten hinein rollt der OPEL mit uns aber nicht. Ich würde so gerne damit los rollen, dass sich die Eichhörnchen wundern und die Libellen und Frösche an Nachbars Teich.

 

Scheint die Sonne, gibt es am Teich schon wieder viel zu bestaunen. Die Pflanzen werden grün, Käfer krabbeln herum und es riecht überall nach Erde. Auch unser kleines Biotop im Garten wird wieder schön sauber. Seltsam, dort macht noch gar keiner etwas, doch jeden Tag kann ich sehen, dass es im Wasser lebendiger ist und am Rand die Pflanzen zwischen den Ziersteinen beginnen zu wachsen. Dort stehen Aurikel, Edelweiß, großblütiger Mohn, eine Magnolie (noch klein), etliche Gräserarten … Unser Biotop ist allerdings sehr klein, weil unsere Wiese auch nicht groß ist. Muss eben reichen. Wir sind ja auch nur eine kleine Familie, hach-ja!

 

Vor Ostern darf ich diesmal zu Mutti Möllhoff. Schaut mal, hier:

 

http://bkh-salzhausen.jimdo.com/

 

Von dort stamme ich. Ihr könnt auf diesen Webseiten auch meine Mama (Flocke) und meinen Papa (Jonathan) sehen. Es sind noch ein paar Tage, ehe ich dort hin fahre, doch Sascha macht mir jetzt schon den Eindruck, als kann er gar nicht gut, dass ich dann fort sein werde. Übrigens denkt er wohl, dass ich noch gar nicht spitz kriege, was los geht bei uns. Aber Steffi erzählt jeden Tag viel, lange und laut davon. Ich bin doch nicht blöd …

 

Die Zwei fahren bald nach Sachsen. Ihre Familie ruft nach ihnen. Sascha würde mich zu gerne mit auf diese große Reise nehmen. Aber es geht nicht. Unterwegs könnte ich meine gewohnten Freiheiten nicht wahrnehmen, müsste in fremden Stuben hocken und mich vielleicht sogar mit Leuten anlegen, die mich nicht mögen oder selber Tiere besitzen, die mich lieber von hinten sehen würden. Außerdem muss Steffi ganz viel für ihren Vater erledigen. Da bleibt ihr für mich gar keine Zeit. Sascha möchte sich die Zeit mit seinem alten Freund Frank um die Ohren schlagen.


Ich verrate hier schon mal was ...


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