Das neue Jahr fängt gut an …

 

Glücklich ist, wer das von sich sagen kann! Ich bin sehr glücklich, liebe Freunde. Steffi ist nun wieder zuhause bei uns. Sascha freut sich und ich mich auch. Es ist ein ganz anderes Spielen für mich mit Steffi. Die tobt mit mir herum, als liefe sie selbst auf vier Pfoten. Außerdem gibt es manchmal wieder diese feine Sachen, die Steffi abends in dem einen großen Schrank im Wohnzimmer sucht … Ich bin stets interessiert.

Sascha ist da nicht so großzügig. Er legt Wert darauf, dass ich mein Idealgewicht halte. Sagt man so? Ich wiege nun 4325 g netto, sagt mein Freund. Das sei in Ordnung für mich, da ich im Juni zwei Jahre alt werde, stolzguck*

 

Euch ist doch klar, dass ich jetzt schon eine junge Dame von fast

24 (Katzen-) Jahren bin? Falls ihr euch nicht auskennt, schaut bitte hier im Internet nach. Das ist eine ganz tolle Webseite, auf der ihr viel Wissenswertes über mich erfahrt:

 

http://www.britisch-kurzhaar-stuttgart.de/fragen.htm


Mutti „Züchterin“ sagt, als Britisch Kurzhaar Katzendame bringe ich optimaler Weise so vier bis fünf Kilo auf die Waage. Kater seien etwas schwergewichtiger. Na logisch! Die sind im Winter sicher viel fauler als wir Katzen und gehen seltener nach draußen.

 

Ich liebe den Schnee. Der ist so schön weiß und außerdem rolle ich gerne mit meinen Vorderpfötchen kleine Schneekugeln, mit denen ich dann spielen kann. Doch in diesem Jahr gibt es bei uns in der Heide nur sehr wenig weißen Schnee, traurigguck*

 

Keine Blümchen, kein Schnee und auch keine Libellen, Mäuse sowie anderes kleines Getier, mit dem ich mich unterhalten könnte. Trotzdem gehe ich jeden Morgen hinaus in den Garten. Ich kann auf dem großen, meist zugefrorenen Wasserbottich balancieren, oft sogar komplett über das Eis, auch am kleinen Biotop auf unserer Wiese. Die sieht derzeit ganz dreckig aus: Schnee wieder fort, doch grün will sie noch nicht werden und Zapfen liegen herum, kleine Äste, Zweige als auch restliches Laub, das noch vom Herbst ist sowie auch von den erst gestern nebenan beim Nachbarn gefällten Bäumen. Buchen verlieren anscheinend im Herbst nicht alles Laub. Die letzten Blätter dieser treibt der böse Wind nun geschwind über unsere Wiese.

 

Mein Freund Sascha geht auch jeden Tag mit nach draußen. Der sucht ständig immer etwas. Seit letzter Woche schon schaut er auf alle Beete. Da stehen die Schneeglöckchen, ich weiß es. Täglich sause ich an denen vorbei, wenn ich mal … muss. Na ja, ist doch so!


 

Ich sehe sofort, verändert sich „mein Garten“ hin zum Frühling. Sascha braucht dafür seine Brille und mehrere Tage. Dann holt er seine Kamera und fotografiert, was er Neues entdeckt. Das nervt mich, denn oft richtet er dieses Ding auch auf mich und ich mag den Blitz nicht, der daraus hervor schießt. Darum drehe ich mich weg oder schließe die Augen. Ich möchte euch das wissen lassen, falls ich auf einem Foto mal wie „high“ aussehe.

 

Morgen will ich nachsehen, was die Eichhörnchen machen. Da beim Nachbarn vorn nun keine Bäume mehr stehen, müssen sie wohl oder übel sich andere Quartiere suchen. Steffi nennt die Nester dieser flinken Turner „Kobel“. Ich höre immer gut zu, werden solche Sachen gesprochen. So weiß ich auch, an welchen Baumstämmen unten ich auf die blitzschnellen Tiere warten kann. Eichhörnchen sind deutlich schneller als ich, aber mir macht es trotzdem Freude, ihnen hinterher zu jagen.

 

Das kommt meinem Ideal-Gewicht zugute, welches ich sehr gern behalten möchte. Es hört sich nämlich nicht gut an, wenn Sascha sagt, ich würde jetzt zu „Bauchansatz“ neigen. Gelegentlich streichelt Sascha mir dazu die Hüften. Das fühlt sich dann gar nicht mehr so schön an wie früher. Ich komme mir dabei vor wie „Gretel“ in Grimms Märchen mit der alten Hexe, die täglich Hänsels Finger prüft, ob dieser Junge schon gut genug zum Verwenden ist. Ist doch arg peinlich! Oder?

 

Nein, fett werden will ich auf gar keinen Fall. Darum ist der Garten für mich auch im Winter attraktiv. Selbst bei Wind kenne ich keine Grenzen und springe umher. Man nennt das „Abhärten“. Zwar sagen alle, mein seidiges Fell sei immer weich, doch irgend etwas muss an diesem Wort dran sein, grübel***

 

Für heute genug. Ihr hört schon bald wieder von mir. Bis dahin wünscht euch allen eine gute Zeit …

 

Das Ypsilon, am 08.02.2015